Was Sie wissen sollten, bevor Sie aufgeben
Seit Sie in Ihre 40er Jahre gekommen sind, fühlen Sie sich einfach nicht wohl. Plötzliche Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit — diese sind nicht auf das Alter zurückzuführen, sondern könnten Wechseljahrsbeschwerden sein, eine behandelbare Erkrankung.
Die durchschnittliche Menopause bei japanischen Frauen tritt mit 50,5 Jahren auf. Die zehn Jahre davor und danach (45–55 Jahre) werden als "Wechseljahre" bezeichnet. In dieser Zeit führt der drastische Rückgang des Hormons Östrogen zu verschiedenen Symptomen.
Dennoch herrscht in Japan die Ansicht vor, dass man diese Beschwerden einfach ertragen muss oder sich dafür schämen sollte. Viele Frauen erhalten daher nicht die richtige Behandlung. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, sich selbst besser zu verstehen.
Typische Symptome der Wechseljahrsbeschwerden
Die Symptome lassen sich grob in drei Kategorien einteilen.
1. Vasomotorische Symptome (Störung des Nervensystems)
- Hitzewallungen (plötzliches Hitzeempfinden und Erröten)
- Starkes Schwitzen (besonders nachts)
- Herzklopfen
- Frösteln (kalte Extremitäten und Gesichtshitze gleichzeitig)
- Schwindel und Schwindel beim Aufstehen
2. Psychologische und neurologische Symptome
- Reizbarkeit und Launenhaftigkeit
- Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmung
- Angstgefühle
- Konzentrationsstörungen
- Schlafstörungen (nächtliches Erwachen, frühes Erwachen)
3. Andere körperliche Symptome
- Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen
- Kopfschmerzen und Verspannungen im Nackenbereich
- Herzklopfen und Kurzatmigkeit
- Trockenheit (Haut und Schleimhäute)
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Harninkontinenz
- Gewichtszunahme
Erkrankungen, die leicht mit Wechseljahrsbeschwerden verwechselt werden
Die Symptome der Wechseljahre ähneln denen anderer Erkrankungen. Die folgenden Erkrankungen werden häufig übersehen, da ihre Symptome denen der Wechseljahre ähneln.
1. Schilddrüsenfunktionsstörungen
- Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion): Herzklopfen, Schwitzen, Reizbarkeit
- Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsenunterfunktion): Müdigkeit, Frösteln, depressive Verstimmung
Eine Blutuntersuchung der Schilddrüsenhormone (TSH, FT4) kann dies klären.
2. Depression
Die depressive Verstimmung in den Wechseljahren kann schwer zu unterscheiden sein. Wenn Stimmungsschwankungen länger als zwei Wochen andauern, Sie sich selbst Vorwürfe machen oder keine Freude an Dingen haben, sollten Sie einen Psychiater aufsuchen.
3. Autonome Dysfunktion
Symptome außer Hitzewallungen können mit autonomer Dysfunktion übereinstimmen.
4. Herzerkrankungen und Bluthochdruck
Herzklopfen und Kurzatmigkeit können auch Symptome von Vorhofflimmern oder Bluthochdruck sein.
Wählen Sie nicht die Selbstdiagnose "Wechseljahre". Wichtig ist, durch Bluttests zunächst andere Erkrankungen auszuschließen.
Selbst-Check
Es gibt eine Checkliste namens "Simplified Menopause Index (SMI)", die von der japanischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie empfohlen wird. Hier sind einige typische Punkte:
- Gesicht wird heiß
- Neigung zu Schwitzen
- Leichte Kälte in Lenden und Extremitäten
- Kurzatmigkeit und Herzklopfen
- Schlafstörungen oder oberflächlicher Schlaf
- Leichte Reizbarkeit und schnelle Launenhaftigkeit
- Besorgnis und depressive Verstimmung
- Häufige Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit
- Leichte Ermüdung
- Nackensteife, Lendenschmerzen und Extremitätenschmerzen
Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, sollten Sie einen Frauenarzt aufsuchen.
Wann sollte ich einen Frauenarzt aufsuchen?
Wenn einer der folgenden Punkte zutrifft, empfehlen wir einen Besuch beim Frauenarzt:
- Der Alltag ist beeinträchtigt (Arbeitstage fehlen, Freizeitaktivitäten werden vermieden)
- Schlaflosigkeit hält länger als einen Monat an
- Depressive Verstimmung ist stark
- Hitzewallungen beeinträchtigen die Arbeit
- Die Menstruation ist unregelmäßig geworden
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Behandlungsmöglichkeiten
Wechseljahrsbeschwerden sind behandelbar. Hier sind die wichtigsten Optionen:
1. Hormonersatztherapie (HRT)
Die wirksamste Behandlung. Das fehlende Östrogen wird ersetzt.
- Wirksamkeit: Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Gelenkschmerzen, Osteoporoseprävention
- Formen: Tabletten, Pflaster, Gele
- Hinweis: Kann bei Brustkrebs oder Blutgerinnselrisiko kontraindiziert sein
2. Pflanzliche Heilmittel
- Jia Wei Xiao Yao San (für Reizbarkeit und Schlaflosigkeit)
- Tang Gui Shao Yao San (für Kälte und Ödeme)
- Gui Zhi Fu Ling Wan (für Hitzewallungen und Nackenverspannungen)
3. Psychopharmaka
SSRI-Antidepressiva wirken auch bei Hitzewallungen.
4. Lebensstiländerungen
- Aufnahme von Sojaisoflavonen (Equol)
- Mäßige Bewegung (3× wöchentlich, etwa 30 Minuten)
- Regelmäßiger Schlaf
- Einschränkung von Koffein und Alkohol
Auch männliche Wechseljahre (Hypogonadismus) erwähnen
Auch Männer haben Wechseljahre. Ab dem 40. Lebensjahr können die folgenden Symptome auftreten, wenn der Testosteronspiegel sinkt:
- Libidoverlust und erektile Dysfunktion
- Müdigkeit
- Depressive Verstimmung
- Konzentrationsstörungen
- Muskelschwäche
- Schwitzen
Betrachten Sie dies nicht als "Midlife Crisis". Erwägen Sie einen Besuch bei einem Urologen oder einer Sprechstunde für Männergesundheit.
Ordnen Sie Ihre Symptome, bevor Sie zum Frauenarzt gehen
Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Wechseljahrsbeschwerden oder eine andere Erkrankung handelt, nutzen Sie die AI-Symptomerfassung mit deutscher Sprachunterstützung von Symplicured. Geben Sie einfach Ihre Symptome ein, und die KI schlägt mögliche Ursachen und empfohlene medizinische Fachrichtungen vor. Eine gute Vorbereitung vor Ihrem Besuch beim Frauenarzt führt zu einer besseren Diagnose.
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Die Wechseljahre sind kein Ende, sondern der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Tragen Sie Ihre Belastung nicht allein. Holen Sie sich professionelle Unterstützung und achten Sie auf Ihr Wohlbefinden.